Souverän in Präzision und Peripherie


Rauh + Kettner GmbH - Entsprechende Werkzeugwechsler, Vorrichtungen und eine improvisierte Automatisierung im Fräsbereich waren bereits vorhanden. Als beim Unternehmen Rauh + Kettner im fränkischen Zirndorf dann aber die Investition in eine neue Fräsmaschine anstand, entschloss man sich, in Sachen Automatisierung einen großen Schritt zu gehen. Entschieden hat man sich dann 2019 für das Bearbeitungszentrum VERSA 825 von Fehlmann inklusive einem Robot Easy 250 von Erowa. Mittlerweile überzeugt die Anlage die Verantwortlichen mit der gewünschten Ausbringung und trägt zusätzlich durch die Präzision wesentlich zu Kosteneinsparungen bei.


Die Auftragslage war und ist beim Unternehmen Rauh + Kettner kontinuierlich gut. Das Fräsen von Einsätzen und Formplatten gestaltete sich für die Geschäftsführer Armin Arnold und Daniel Pfaffinger bis Ende 2018 allerdings trotz teilweiser Automatisierung noch zu mannintensiv. So war das Ziel klar definiert: man wollte in ein Bearbeitungszentrum investieren, das die gehobenen Ansprüche an Präzision erfüllt. Andererseits wollte man aber mit einer Allroundmaschine im Dauerbetrieb mit entsprechender Automatisierung noch wettbewerbsfähiger werden. Deshalb informierte man sich u.a. über das Bearbeitungszentrum VERSA 825, führte Referenzbesuche bei bekannten Firmen durch und war auch bei Fehlmann in der Schweiz vor Ort. Dieser Besuch in der Schweiz war für Daniel Pfaffinger ein absolutes Gütesiegel für die geforderte Präzision: „Beeindruckt hat mich hier die enorme Fertigungstiefe, denn nur so lässt sich sicherstellen, dass die Maschinen auch die entsprechende Präzision und Zuverlässigkeit bringen. Maßhaltigkeit und hohe Oberflächengüten sind für uns extrem wichtig, denn wir fräsen beispielsweise Spiegel, die im Anschluss poliert werden. Aktuell sind wir an einer Form, die einem Zylinder ähnelt. Mit einem Kugelfräser 12 mm erreichen wir hier mit der VERSA 825 Oberflächen innerhalb von 2 µm. Besonders erfreulich in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass wir so beim Polieren mittlerweile eine Zeiteinsparung zwischen 35 bis 40 Prozent erreichen.“ Bei den Vorgaben für Formen für Brillengläser bewegt man sich ebenfalls in Grenzbereichen, denn solch ein Brillenglas muss null Dioptrien haben. Nun ist die Präzision der VERSA 825 aber nur ein Teil, der zu den gewünschten Ergebnissen beiträgt. Für die Verantwortlichen war es auch die Peripherie, die Fehlmann souverän gemeistert hat. Das beginnt damit, dass man in Zirndorf mit Spannsystemen, Paletten und Futter von Partool arbeitet. Der Roboter ist wie bereits erwähnt von Erowa. Die Kompatibilität dieser einzelnen Bausteine war demnach aber nie ein Problem.

Man muss lange suchen, bis man etwas Vergleichbares findet
Fehlmann sieht die VERSA 825 als ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum, das sowohl für dynamisches HSC-Fräsen sowie zur Bearbeitung von schwer zerspanbaren Materialien ausgelegt ist. Außerdem verspricht Fehlmann, dass Automationslösungen jederzeit problemlos integriert werden können. Solch eine Automation hatte bei Rauh + Kettner oberste Priorität. Auch deshalb verfügt der Werkzeugwechsler der VERSA 825 über 218 Plätze und der Roboter über einen 10-fach PalettenWechsler. Gegenüber vergleichbaren Maschinen hatte Fehlmann, hier klare Vorteile, so Armin Arnold: „Die Zugänglichkeit der Maschine ist super und trotz dieser Automatisierung und dem Werkzeugwechsler baut die Anlage absolut kompakt. Auch die Variantenvielfalt der Aufstellmöglichkeiten ist enorm. Man muss lange suchen, bis man etwas Vergleichbares findet. Unabhängig davon, steht bei unseren Investitionen immer Qualität im Vordergrund. Die Versa 825 läuft bei uns rund um die Uhr. Die wird Mittwoch eingeschaltet und läuft durch bis Dienstag. Wir gehen davon aus, dass sie das auch noch viele Jahre zuverlässig tun wird. Zu unseren positiven Erfahrungen zählt aber auch, dass wir z.B. von einer Vorlaufzeit von zwei bis drei Monaten ausgegangen sind. Nach nur drei Wochen aber haben wir damit bereits höchst komplexe Einsätze gefräst.“

Nun hat man in Zirndorf auch einiges an Optionen bei der Versa 825 gezogen. Dazu zählen u.a. 3D-Messtaster, automatische Kinematik-Vermessung, den MCMTM (Milling Center Manager) sowie die Längenkompensation bis hin zu Anwenderzyklen. Der Milling Center Manager ist nach Aussage von Daniel Pfaffinger von Praktikern für Praktiker gemacht. Demnach ist der Jobmanager sehr einfach ohne große Schulung aber mit großer Effizienz einsetzbar. Die Längenkompensation macht für ihn Sinn, weil die Temperaturen bei unterschiedlichen Drehzahlen kompensiert werden müssen. Ohne Kompensation, so schätzt Daniel Pfaffinger, ergäbe das sicher einen weitaus größeren Versatz. Aber Maßprobleme hat man demnach in Zirndorf auch bei Toleranzen von kleiner 1/100 mm ohnehin nicht.

Die Anwenderzyklen dagegen sind Einstellungen, die auf von Heidenhain hinterlegten Parametern basieren, von Fehlmann für die Praxis definiert wurden. Im Detail geht es darum, dass man das Fahrverhalten in X-, Y- und Z-Achse variieren kann. Das heißt, es kann konkret zwischen Geschwindigkeiten, Präzision oder Oberflächen unterschieden werden. Ein weiteres Feature ist der Gewichtszyklus (Werkstück). Je nach Gewicht des Werkzeuges auf der Schwenkbrücke lässt sich ein empfohlenes Verfahrverhalten einstellen.

Ob Formplatten, Einsätze, Prägestempel oder auch Wolfram-Kupfer-Elektroden, zusammenfassen überzeugt das Anlagenkonzept in Zirndorf. Und der absolute Mehrwert für die Verantwortlichen: Auf Grund der Präzision kommt es zu erheblichen Zeit- und Kosteneinsparungen, denn auch der Polieraufwand konnte enorm reduziert werden.

Der Präzisionsformen- und Werkzeugbau Rauh + Kettner
Das Unternehmen wurde vor über 30 Jahren in Zirndorf gegründet. Mittlerweile hat man sich als Werkzeug und Formenbau für Zulieferer in den Bereichen Automotive, Arbeitssicherheit und Lichtleiter, Medizintechnik und Spielwaren etabliert. Zum Produktportfolio zählen komplexe und qualitativ hochwertige Formteile sowie Spritzwerkzeuge aus bis zu vier Komponenten. Um dem aktuellen Stand der Qualitätskriterien zu entsprechen und aktiv am Veränderungsprozess teilnehmen hat Rauh + Kettner ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 implementiert.

Nebenbei bemerkt
Die Situation, Spannsysteme von Partool und Automatisierung/Roboter von Erowa war eine besondere Herausforderung, die von Fehlmann aber problemlos und schnell realisiert wurde.

 

Rauh + Kettner GmbH
Herr Armin Arnold
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www.rauh-kettner.de


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